festival für neue musik und interdisziplinäre kunstaktionen

➥ pyramidale#20 | TRANSITION ➥ 17. + 18. + 19. September 2021 ➥ in Berlin Marzahn-Hellersdorf

Begonnen hatte alles mit einem einfachen Konzert des Ensembles pianoplus mit Susanne Stelzenbach Klavier und Ralf Hoyer Live-Elektronik, wobei bereits eine interdisziplinäre Ausrichtung durch die Einbindung von Video, live-on-screen Zeichnen sowie darstellerischen und literarischen Elementen deutlich zum Ausdruck kam. Dabei entstand die Idee mit diesem Konzert ein kleines Festival zu gründen. Stammhaus und Namensgeber des Festivals war das Ausstellungszentrum Pyramide in Berlin Marzahn-Hellersdorf unter der Leitung von Carolina Winkler. Bis 2008 übernahmen Susanne Stelzenbach und Ralf Hoyer die künstlerische Leitung des Festivals. Seit 2009 liegt das Festival inhaltlich und konzeptionell in den Händen von Susanne Stelzenbach. Das Festival bringt seitdem vermehrt im Sinne von „think global, act local“ internationale und lokale Kunstschaffende und Kunstinteressierte regelmäßig an neu zu entdeckenden Aufführungsorten im Bezirk zusammen. Neben dem interdisziplinären Ansatz liegt ein Schwerpunkt des Festivals auf Uraufführungen von Werken der zeitgenössischen Musik.

Durch die letzten 20 Jahre des pyramidale Festivals zieht sich wie ein roter Faden die besondere, philosophisch kontextualisierte Themenwahl. Sie dient dazu, das Gehörte aus einem bestimmten Gesichtspunkt zu betrachten und über das reine musikalische Erlebnis und gewohnte Hörgewohnheiten hinaus eine neue Wahrnehmungsebene zu schaffen, Bilder und Vorstellungswelten hinter den Tönen zum Vorschein zu bringen und eine gesamtheitliche Sinneserfahrung zu ermöglichen. In der Vielfalt der Themen sind immer wieder Berührungspunkte zwischen Kunst und Natur(wissenschaft) zu erkennen, bis hin zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem persönlichen Lebensumfeld, was sich in zahlreichen außergewöhnlichen Spielorten in- und outdoor widerspiegelt.

Seit der Erstausgabe, welche 2002 unter dem Motto agieren – reagieren im Ausstellungszentrum Pyramide aus der Taufe gehoben wurde, nahm das Festival im Laufe seiner Entwicklung inhaltlich und gestalterisch immer komplexere Formen an. Die pyramidale#2 stand unter dem Motto in der zeit. Die pyramidale#3 (2004) beispielsweise beleuchtete unter dem Motto Musik – Mathematik der Gefühle den denkwürdigen Zusammenhang zwischen Zahlen und Klängen und ging der Frage nach, wann ein vermeintliches Konstrukt – basierend auf berechenbaren Luftschwingungen – zu leben beginnt und emotional berühren kann. In 12 Auftragskompositionen setzten sich 12 Komponist*innen auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema Ausdruck und Konstruktion auseinander, während in einer weiteren Sektion Werke der klassischen Moderne den darin enthaltenen Dualismus belegten. Im darauffolgenden Jahr brach die pyramidale#4 (2005) gar in den Kosmos auf. Ausgehend von einem Zitat des deutschen Musikwissenschaftlers Rolf W. Stoll, wonach „jeder kompositorische Schaffensakt eine Wiederholung des wesentlichen kosmogonischen Akts: der Erschaffung der Welt“ bedeutet, setzten sich neben musikalischen Werken auch Klanginstallationen, Performances und astrophilosophische Diskurse mit dem Thema auseinander.

Bei der pyramidale#5 (2006) stand das Individuum im Mittelpunkt, wohingegen sich die pyramidale#6 (2007) – u. a. auch durch eine Gegenüberstellung Alter und Neuer Musik – mit der Erotik des Kontrastes als einem der elementarsten Gestaltungsmittel in der Kunst befasste. Mit stop & go richtete die pyramidale#7 (2008) den Fokus auf elektroakustische Klänge. Zudem feierte in diesem Rahmen auch die TRAMOPHONIE, mittlerweile fester Bestandteil des Festivals, ihre Premiere.

2009 nahm die pyramidale#8 mit dem Thema Pauken und Trompeten Bezug auf 20 Jahre Mauerfall, wobei Ernst und Ironie, Tragik und Komik in den musikalischen Strukturen zum Ausdruck kamen und zu vielfältigen Reflexionen über die vergangene und die gegenwärtige Situation anregten. Viele der dargebotenen Werke enthielten performative Komponenten und überschritten die Grenze zum Musiktheatralischen. Erstmals wurde mit „Viva! La Banda“ über die Tradition wandernder Blaskapellen in Italien auch ein Film ins Programm einbezogen. Ungewöhnliche Höreindrücke entstanden u. a. durch ein Konzert im Innenhof des Bezirksamtes, der an das Ausstellungszentrum Pyramide grenzt und mit Fern- und Echowirkungen eine interessante Akustik bietet, sowie eine Trommelperformance auf westafrikanischen Originalinstrumenten.

Unter dem Titel Double eCHo stand die pyramidale#9 (2010) im Zeichen einer deutsch-schweizerischen Kooperation, die neben dem musikalischen und musiktheatralischen auch ein literarisches Programm, u. a. mit einer Lesung des bekannten Schweizer Schauspielers, Autors und Moderators Dieter Moor, umfasste. Für eine Jodelperformance mit Theremin wurde schon wie bei dem vorangegangenen Festival die besondere Akustik des Innenhofes genutzt, durch die die hohen Häuserwände den Widerhall der Berge simulierten.

2011 feierte die pyramidale unter dem Motto zick.zack – einer Anspielung auf die baugestalterischen Besonderheiten des Ausstellungszentrums Pyramide – ihr 10-jähriges Jubiläum. Neben Neuer Musik, die unter der Regie von Holger Müller-Brandes auf den verschiedenen Ebenen des Gebäudes in Szene gesetzt wurde, gab es ein Kunstbuffet und Tanzperformances. Mit dem EASTGATE Einkaufszentrum und dem Kino LE PROM wurden zum ersten Mal – abgesehen von der TRAMOPHONIE – auch weitere externe Veranstaltungsorte einbezogen.

Dieses Konzept wurde 2012 mit dem ORWOhaus fortgesetzt. In „Berlins lautester Platte“ trafen bei der pyramidale#11 (2012) zeitgenössische Kunstmusik und populäre Musiker*innen aufeinander und erkundeten die Grenzen zwischen den Musiksphären im Spannungsfeld von R E F L E X und Reflexion.

Die pyramidale#12 (2013) widmete sich dem Thema R I T U A L E und ihrer Bedeutung in der heutigen Zeit, wobei mittels performativer und audiovisueller Elemente auch die ritualisierten Vorgänge, die der musikalischen Darbietung selbst zugrunde liegen, zum Ausdruck gebracht wurden. Eine Kooperation mit der Krankenhauskirche Wuhlgarten bot zudem die Gelegenheit, wieder einen neuen Aufführungsort im Bezirk zu erschließen.

Bei der pyramidale#13 (2014), die – abgesehen vom Ausstellungszentrum Pyramide – auch die Alte Börse Marzahn mit Konzertperformances bespielte – standen unterschiedliche Assoziationen zum Thema D U R S T im Fokus: einerseits der geopolitische Umgang mit der Ressource Wasser und die damit verbundenen machtpolitischen Verhältnisse, andererseits die Frage von Durst und Sucht im Alltag, jedoch auch im übertragenen Sinne der Durst nach Leben, nach Freiheit, nach Kunst und anderen Notwendigkeiten jenseits des physischen Überlebens.

2015 ging die pyramidale#14 unter dem Motto L I E B H A B E R E I der Frage nach: Ist Kunst Liebhaberei? Wie bereits 2004 (mit Schüler*innen verschiedener Musikschulen), 2013 (mit dem Jugendsinfonieorchester der Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf) und 2014 (mit Schüler*innen des Wilhelm-von-Siemens-Gymnasiums Marzahn), spielte in dieser Festivalausgabe auch die Förderung junger Talente eine wichtige Rolle. Mehrere Auftragskompositionen von Stipendiat*innen des Förderprojektes „Impulse – Junge Interpreten!/Neue Musik!“ des Deutschen Musikrates, wurden im Ausstellungszentrum Pyramide uraufgeführt. Zudem konnte das Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf mit angrenzendem Park als neuer Konzertort entdeckt werden.

Eine Besonderheit bot das Doppelfestival pyramidale#15 (2016) und pyramidale#16 (2017) zum 15-jährigen Jubiläum der pyramidale. Dieses sich über zwei Herbste erstreckende Jubiläumsprogramm zu dem Thema kultivieren & verwildern (1 + 2) kooperierte mit der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 und rückte Bezüge zwischen Natur, Kultur, Gesellschaft und Kunst in den Mittelpunkt und war zudem als internationales Festival ausgerichtet. Die pyramidale#15 (2016) wurde in Zusammenarbeit mit internationalen Festivals in London, Weimar und Vitoria-Gasteiz (Spanien) konzipiert und präsentierte dementsprechend herausragende Solist*innen und Ensembles aus Berlin, Dresden, Großbritannien, Norwegen und Spanien. Neben dem Ausstellungszentrum Pyramide konnte als zweiter Veranstaltungsort das Schloss Biesdorf gewonnen werden, welches im September 2016 nach einer mehrjährigen Sanierungsphase als Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum wiedereröffnet wurde. Im Zentrum der pyramidale#16 (2017) stand ein großer multimedialer Musiktheater-Abend mit Uraufführungen von Komponist*innen aus Deutschland, Kanada, Israel/Palästina und Dänemark, der sowohl indoor im Freizeitforum Marzahn als auch outdoor auf einer Freilichtbühne des IGA-Geländes zur Aufführung kam. In einem Länderschwerpunkt Korea präsentierten eigens angereiste, koreanische Musiker*innen traditionelle und zeitgenössische Musik ihres Heimatlandes.

Die pyramidale#17 (2018) wartete sowohl im wörtlichen Sinne als auch interdisziplinär mit verschiedenen Interpretationen zum Thema E X P R E S S I O N auf: akustisch, visuell, instrumental und körperlich. Im Ausstellungszentrum Pyramide sorgte neben einem audiovisuell gestalteten Konzert vor allem eine raumgreifende, sich über alle Ebenen der Pyramide erstreckende Tanz- und Celloperformance für inspirierende Wahrnehmungserfahrungen. Im Schloss Biesdorf erklangen u. a. Kompositionen an den Schnittstellen von Klangkunst, Multimedia, Performance und Instrumentalmusik.

2019 – im 30. Jahr des Mauerfalls, feierte gleichzeitig Marzahn-Hellersdorf sein 40-jähriges Bestehen. Passend zu diesen beiden Jubiläen, richtete die pyramidale#18 unter dem Motto awareness of time ihr Augenmerk auf das Bewusstsein verschiedener Zeitebenen. Das Thema diente den Komponist*innen und Interpret*innen als Inspirationsquelle und Ausgangspunkt künstlerischer Assoziationen, u. a. auch in Form visueller Umsetzungen. In einem besonderen Programmpunkt wurde im Ausstellungszentrum Pyramide mit der Aufführung des Stücks „L’homme machine“ (1998) von Georg Katzer des im Mai 2018 verstorbenen Komponisten und langjährigen Wegbegleiters der pyramidale gedacht. Am zweiten Veranstaltungstag war das Festival u. a. mit elektroakustischen und audiovisuellen Werken zu Gast im Projektraum Galerie M, der seit 2018 von der Neuen Kunstinitiative Marzahn Hellersdorf bespielt wird und mit einem genreübergreifenden Konzept Akzente setzt.

Das Motto der pyramidale#19 (2020) L U F T erwies sich im Nachhinein als erschreckend aktuell, rückten doch die vielfachen Einschränkungen der Corona-Pandemie die Bedeutung dieses real nicht greifbaren Elements „Luft“ schmerzlich ins Bewusstsein. Die Darbietungen des Festivals setzten sich mit den vielfältigen Aspekten dieses Elements auseinander: sowohl im Sinne von Umwelteinflüssen als auch in symbolischen Zusammenhängen. Am ersten Festivaltag wurden im Rahmen eines multimedialen Konzerts im Ausstellungszentrum Pyramide aktuelle Kompositionen aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Dänemark präsentiert, gefolgt von einer freien, improvisatorischen Interaktion zwischen Ton und Malerei. Der zweite Festivaltag stand ganz im Zeichen der Konzertinstallation ATMOSPHÄREN, die als raumgreifendes Gesamtkunstwerk konzipiert war und bei der – wie schon in vergangenen Jahren – alle Ebenen der Pyramide in die Aufführung eingebunden wurden.

2021 – zu ihrem 20-jährigen Jubiläum – bleibt die pyramidale mit dem Thema TRANSITION ihrer ursprünglichen Intention treu und bringt die Durchlässigkeit der Grenzen und Genres im Bereich der zeitgenössischen Musik und Kunst zum Ausdruck.

In den 20 Ausgaben des Festivals kamen an 15 Orten des Stadtbezirks Berlin Marzahn-Hellersdorf 436 Werke zur Aufführung, davon 170 Uraufführungen, 13 Mal gab es die TRAMOPHONIE, darüber hinaus gab es ca. 15 Konzerte mit improvisierter Musik.

Die Festivalleitung möchte sich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken bei allen Mitwirkenden, Mithelfenden und Mitdenkenden, die egal ob auf oder hinter der Bühne, genannt oder ungenannt, zu den 69 gelungenen Veranstaltungen beigetragen haben.

Ausstellungszentrum Pyramide

pyramidale#12 | RITUALE

Im September feiert die pyramidale unter dem Motto TRANSITION ihr 20-jähriges Bestehen. Seit dem Jahr 2002 im Ausstellungszentrum Pyramide, später in weiteren Veranstaltungsorten sowohl in- als auch outdoor, bietet das Festival jährlich einen kulturellen Höhepunkt im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf.

In der heutigen Zeit mit ihren digitalen Herausforderungen und globalen Migrationsbewegungen befindet sich die Welt in einem permanenten Zustand der TRANSITION. Menschen, aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen, werden mit einer ihnen nicht vertrauten sozialen und kulturellen Lebenswelt konfrontiert. Umschichtungen, Transgression, Transformation der Landschaft und des urbanen Raumes, der fließende Übergang zwischen den Geschlechtern, mitunter Orientierungslosigkeit, das Bedürfnis, den Absprung zu schaffen, Luft zum Atmen zu erhaschen – spätestens seit das Virus COVID-19 als unsichtbare Präsenz unser Alltagsleben mitbestimmt und bisherige Formen des Sozialverhaltens kritisch in Frage stellt, ist der Wandlungsdruck unleugbar im „Jetzt“ angekommen.

Im Programm der pyramidale#20 wird sich die Durchlässigkeit der Grenzen und Genres im Bereich der zeitgenössischen Musik und Kunst widerspiegeln. Viele Komponist*innen und Künstler*innen des Festivals werden sich in neuen Werken mit der übergeordneten Thematik TRANSITION auseinandersetzen und dabei eigene Perspektiven entwickeln.

Eingeladen sind einerseits Interpret*innen und Komponist*innen, die dem Festival seit vielen Jahren verbunden sind und andererseits Ensembles, die sich neu gegründet haben, wie z.B. das Ensemble „Broken Frames Syndicate“ aus Offenbach a.M.

Mit einem Konzert des Jugendsinfonieorchesters der Hans-Werner-Henze Musikschule Marzahn-Hellersdorf wird das Festival die Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus dem Bezirk fortsetzen. Auf dem Programm stehen unter anderem Neue Werke für Solo und Orchester. Das Gastland der pyramidale 2021 ist Rumänien. Das Ensemble AuditivVokal aus Dresden wird Kompositionen von in Deutschland lebenden sowie rumänischen Komponist*innen präsentieren. Diese Kompositionen, darunter fünf Uraufführungen, werden 2022 bei der Biennale Cluj-Modern in Klausenburg, Rumänien erneut aufgeführt.

Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr den Besucher*innen des Festivals wieder die Möglichkeit bieten können, weitere Orte des Bezirks kennenzulernen. Der 1. Festivaltag findet im legendären ORWOhaus statt, am 2. Festivaltag gibt es traditionell das Konzert in der Straßenbahn vom Hackeschen Markt bis zum Veranstaltungsort Ausstellungszentrum Pyramide. Der 3. Festivaltag bietet Solo-Performances in der Gondelbahn mit einer einmaligen Aussicht auf die Gärten der Welt. Der Ein- und Ausstieg ist direkt neben dem letzten Veranstaltungsort Bezirkliches Informationszentrum BIZ. Dort erklingen im finalen Konzert CHANGE II Kompositionen für Sopran solo und Saxophonquartett.

Trailer pyramidale#20 – rbb Kulturradio:

 

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Bitte beachten Sie bei allen Veranstaltungen des Festivals die aktuellen Corona-Regeln der Senatsverwaltung:
– Für alle Besucher*innen gilt die 3-G-Regel, d.h. alle Personen müssen negativ gestestet, vollständig geimpft oder genesen sein.
– Es besteht die Pflicht zu einer Anwesenheitsdokumentation zur Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten, selbstverständlich unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften.
– Das Tragen einer medizinischen Maske ist vorgeschrieben, sofern sich die Personen nicht an ihrem Platz aufhalten.
– 1,5 Meter Mindestabstand ist einzuhalten.
>>Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Ausstellungszentrum Pyramide

 

1. Festivaltag – Freitag, 17. September 2021 ORWOhaus

19:00 Uhr CHANGE I  |  SOLO & ORCHESTER

Jugendsinfonieorchester der „Hans-Werner-Henze-Musikschule“ Marzahn-Hellersdorf
Musikalische Leitung: Jobst Liebrecht
Irene Kurka, Sopran / Katia Guedes, Sopran

 

Prolog: Helmut Zapf – L Solo für Trompete und Flügelhorn (Katarina Vowinkel, Trompete)

Begrüßung

Charlotte Seither – Fünf Stücke den Fluss zu queren für Orchester (2012)

Katia Guedes – sitzen bleiben für Sopran/Performerin und Orchester (2021) UA

Jobst Liebrecht – Sinfonie Nr. 4 / Uspallata für Sopran und Orchester (2021) UA

Susanne Stelzenbach – warten.weiter.warten Miniatur für vier Akkordeons und Orchester (2021) UA

Moritz Eggert – Wer hat Angst vor dem König für Sopran und Orchester (2021) UA

 



 

2. Festivaltag – Samstag, 18. September 2021

17:00 Uhr TRAMOPHONIE – Konzert in der Straßenbahn
Einstieg: Endhaltestelle Große Präsidentenstraße Nr. 8 (vor dem Hotel Hackescher Markt)

STILLE POST aus Lauten ARCHIVEN

Unerwartete Eindrücke aus merkwürdigen Situationen werden an hörende Empfänger übermittelt.

Die Text-Klang-Komposition Eigentlich wollte ich mir nur ein wenig die Stadt ansehen von Susanne Stelzenbach besteht aus Miniatur-Hörbildern, deren Worte und Sätze aus den alltäglichen News kommen und nach musikalischen Prinzipien neu zusammengeführt werden. Kontexte werden verlassen, Konflikte begrüßt – es geht immer um Kontraste. Die Texte sprechen Andrea Tralles, Myriam Hoyer, Iris Sputh, Matthias Bauer und Maria Lucchese.

Die Kontaktaufnahme WER SIND SIE von Andrea Tralles ist für die diesjährige pyramidale#20 TRANSITION entstanden und die erste Arbeit ihrer neuen Performance-Reihe „STILLE POST aus Lauten ARCHIVEN“. Die Performance interagiert mit den Fahrgästen und erkundet Situationen. Geforscht wird nach Beziehungen zu jemandem, zu etwas, zueinander. Vor unfreiwilliger Übertragung wird gewarnt!

Performerin: Nolundi Tschudi
Ton: Thanos Karakantas (Student der Universität der Künste Berlin)
Mit: Peri Nuranikhoshkhow, José Cortes, Kerem Hillel (Studierende der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin)

 


 

18:30 Uhr Ausstellungszentrum Pyramide

STIMMEN BESTIMMT 
Transition
Rumänien – Korea – Deutschland

Ensemble AUDITIVVOKAL (Dresden)
Musikalische Leitung: Olaf Katzer
Dorothea Wagner, Sopran / Katharina Salden, Mezzosopran / Stefan Kunath, Altus / Sören Richter, Tenor /  Phillipp Schreyer, Bariton   / Cornelius Uhle, Bass

Friedrich Goldmann – An sich Duett für Sopran und Bariton (2008)
Text: Paul Fleming

Gabriel Mălăncioiu – Luftagogia mit einem R. M. Rilke Zitat für sechs Stimmen (2019) UA

Sabang Cho – Quote from Nam June Paik für Sopran, Alt und Bass (2020)

Adrian Pop – Antico inverno Fassung für sechs Solostimmen (2019) UA
Text: Salvatore Quasimodo

Joong-Hoon Kang – Crow’s Eye View Poem No. 3 für Frauenstimme und Fixed Media (2020)

Iulia Cibișescu-Duran – Porteremo nell‘ Ombra – Ophelia’s Lamento (2019) UA
Texte: Diego Valeri und Mia Pfost Ely (2019) UA

Gabriel Iranyi – Simarar kos malzipempu für sechs Solostimmen (2019)
Text: Christian Morgenstern

Gerhard Stäbler – Majakowskis „Leitfaden“ für gemischtes Vokalensemble
ad libitum mit elektronischem Zuspiel samt einer Klangaktion des Publikums (2018)

Susanne Stelzenbach – WIDERHALL für sechs Solostimmen (2021) UA

 


 

21:00 Uhr NIGHTMARE – Inszeniertes Konzert

Ensemble Broken Frames Syndicate (Offenbach a.M.)
Katrin Szamatulski, Flöte / Moritz Schneidewendt, Klarinette / William Overcash, Violine / Yu-Ling Chiu, Schlagwerk / Yongbom Lee, live-Elektronik/Video

Johannes K. Hildebrandt – Absenz für Flöte, Klarinette, Violine und Perkussion (2021) UA

Yongbom Lee – Rebus III (2021) UA

Anna Pospelova – „K“ für Bassflöte und Violine (2017)

Max E. Keller – miteinander – zerfasern – verweigern für Flöte, Bassklarinette, Schlagzeug, Violine (2021) UA

Natacha Diels – Second Nightmare, for KIKU für Violine und zwei Assistent*innen (2014)

Diego Ramos Rodriguez – Pieces to play once and never again (2021)
Fassung für Quartett, Elektronik und live-Video

 



 

3. Festivaltag – Sonntag, 19. September 2021

17:00 Uhr EINSTEIGEN und ABHEBEN
Solo-Performances in GONDELN der Seilbahn über die Gärten der Welt

Irene Kurka, Sopran
Musiker*innen des sonic.art Saxophonquartetts Berlin
Giordano Bruno do Nascimento, Komposition

Seilbahn Gärten der Welt
Ein- und Ausstieg:
Station Kienbergpark

 


 

18:00 Uhr Bezirkliches Informationszentrum (BIZ)

CHANGE II  |  Sopran solo und Saxophon-Quartett

Irene Kurka, Sopran
sonic.art Saxophonquartett
Adrian Tully, Sopransaxophon / Alexander Doroshkevich, Altsaxophon / Taewook Ahn, Tenorsaxophon / Annegret Tully, Baritonsaxophon

Steffen Schleiermacher – Schwankendes Gleichgewicht – Hommage à Paul Klee für Saxophon-Quartett (2004)

Helmut Zapf – persona für zwei Saxophone (2021)

Martin Daske – Foliant 36 für Stimme (2018)

Stefan Lienenkämper – Grossstadtvolk  für Stimme, Zuspiel, Klatschen und Birdcall
Text: René Schickele und Richard Dehmel (2019)

Artur Kroschel – Nebelig für Stimme solo (2020) UA

Rainer Rubbert – Vision für Baritonsaxophon (1993)

– – –

Nikolaus Brass – to day Szene für Sopran (2015)

Thomas Gerwin – ..würde ich sprechen.. für Sopran (2021) UA

Samuel Tramin – So dacht ich. Nächstens mehr. für Stimme solo,
Fragmente aus „Hyperion“ von F. Hölderlin (2021) UA

Stefan Hakenberg – Supersonic für Saxophon-Quartett (2017) UA

Ella Macens – Ripple für Saxophon-Quartett (2021) DE

Programmänderungen vorbehalten

 

 



 

 

pyramidale#20 | TRANSITION
eine Veranstaltung von Neue Musik plus e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungszentrum Pyramide
Künstlerische Leitung: Susanne Stelzenbach
Dramaturgische und organisatorische Mitarbeit: Julia Kny, Iris Weirich, Myriam Hoyer

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Gefördert von:

Partner:

 

© JAO-Fromm

Irene Kurka (© Thomas Götz), Katia Guedes (© Matthias Martin)

© Christian Hostettler

AUDITIVVOKAL (© Christian Hostettler)

© Moritz Schneidewendt

© Ole Bader

sonic.art Saxophonquartett (© Michael Jungblut)

Irene Kurka (© Thomas Götz)

ORWOhaus
Frank-Zappa-Straße 19
12681 Berlin

Straßenbahn-Sonderfahrt
der BVG vom Hackeschen Markt bis Hellersdorf
Einstieg: Endhaltestelle Große Präsidentenstraße Nr. 8
(vor dem Hotel Hackescher Markt)

Ausstellungszentrum Pyramide
Riesaer Straße 94
12627 Berlin
U5 Hellersdorf / Tram M6

Gondelbahn
Ein- und Ausstieg:
Station Kienbergpark
Hellersdorfer Straße 147, 12619 Berlin

Bezirkliches Informationszentrum (BIZ)
(neben der Seilbahn Station Kienbergpark)
Hellersdorfer Straße 159
12619 Berlin

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei,
Spenden sind erbeten.

Während der Veranstaltungen sind die vor Ort ausgeschilderten
Hygieneregeln zu beachten. Ab Anfang September
werden an dieser Stelle sowie auf der pyramidale-Facebookseite
– facebook.com/pyramidale.berlin – aktuelle Informationen im
Zusammenhang mit der Corona-Situation veröffentlicht.

Weitere Informationen unter: info@pyramidale-berlin.de
Tel. 030 / 90 29 34 163
und 030 / 56 61 276

ORWOhaus

TRAMOPHONIE

Ausstellungszentrum Pyramide

Gondelbahn (© Ole Bader)

Bezirkliches Informationszentrum

Festival pyramidale
eine Veranstaltung von Neue Musik plus e.V. in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungszentrum Pyramide in Berlin Marzahn-Hellersdorf

Künstlerische Leitung: Susanne Stelzenbach

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Festival pyramidale
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a. wenn Sie die Richtigkeit der Sie betreffenden personenbezogenen für eine Dauer bestreiten, die es dem Verantwortlichen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen;

b. die Verarbeitung unrechtmäßig ist und Sie die Löschung der personenbezogenen Daten ablehnen und stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten verlangen;

c. der Verantwortliche die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger benötigt, Sie diese jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigen, oder

d. wenn Sie Widerspruch gegen die Verarbeitung gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt haben und noch nicht feststeht, ob die berechtigten Gründe des Verantwortlichen gegenüber Ihren Gründen überwiegen.

Wurde die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten eingeschränkt, dürfen diese Daten – von ihrer Speicherung abgesehen – nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses der Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden.

Wurde die Einschränkung der Verarbeitung nach den o.g. Voraussetzungen eingeschränkt, werden Sie von dem Verantwortlichen unterrichtet bevor die Einschränkung aufgehoben wird.

7.4 Recht auf Löschung

7.4.1. Sie können von dem Verantwortlichen verlangen, dass die Sie betreffenden personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht werden, und der Verantwortliche ist verpflichtet diese Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:

a. Die Sie betreffenden personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig.

b. Sie widerrufen Ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a oder Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.

c. Sie legen gem. Art. 21 Abs. 1 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder die Sie legen gem. Art. 21 Abs. 2 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein.

d. Die Sie betreffenden personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet.

e. Die Löschung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem der Verantwortliche unterliegt.

f. Die Sie betreffenden personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der Informationsgesellschaft gemäß Art. 8 Abs. 1 DSGVO erhoben.

7.4.2.Hat der Verantwortliche die Sie betreffenden personenbezogenen Daten öffentlich gemacht und ist er gem. Art. 17 Abs. 1 DSGVO zu deren Löschung verpflichtet, so trifft er unter Berücksichtigung der verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen, auch technischer Art, um für die Datenverarbeitung Verantwortliche, die die personenbezogenen Daten verarbeiten, darüber zu informieren, dass Sie als betroffene Person von ihnen die Löschung aller Links zu diesen personenbezogenen Daten oder von Kopien oder Replikationen dieser personenbezogenen Daten verlangt hat.

7.4.3. Das Recht auf Löschung besteht nicht, soweit die Verarbeitung erforderlich ist

a. zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information;

b. zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, die die Verarbeitung nach dem Recht der Union oder der Mitgliedstaaten, dem der Verantwortliche unterliegt, erfordert, oder zur Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

c. aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit gemäß Art. 9 Abs. 2 lit. h und i sowie Art. 9 Ab. 3 DSGVO;

d. für im öffentlichen Interesse liegende Archivzwecke, wissenschaftliche oder historische Forschungszwecke oder für statistische Zwecke gem. Art. 89 Abs. 1 DSGVO, soweit das in Abs. 1 genannte Recht voraussichtlich die Verwirklichung der Ziele dieser Verarbeitung unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt, oder

e. zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

7.5 Recht auf Unterrichtung

Haben Sie das Recht auf Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung gegenüber dem Verantwortlichen geltend gemacht, ist dieser verpflichtet, allen Empfängern, denen die Sie betreffenden personenbezogenen Daten offengelegt wurden, diese Berichtigung oder Löschung der Daten oder Einschränkung der Verarbeitung mitzuteilen, es sei denn, dies erweist sich als unmöglich oder ist mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden.

Ihnen steht gegenüber dem Verantwortlichen das Recht zu, über diese Empfänger unterrichtet zu werden.

7.6 Recht auf Datenübertragbarkeit

Sie haben das das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die Sie dem Verantwortlichen bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Außerdem haben Sie das Recht diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch den Verantwortlichen, dem die personenbezogenen Daten bereitgestellt wurden, zu übermitteln, sofern

a. die Verarbeitung auf einer Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO oder Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO oder auf einem Vertrag gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO beruht und

b. die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt.

In Ausübung dieses Rechts haben Sie ferner das Recht zu erwirken, dass die Sie betreffenden personenbezogenen Daten direkt von einem Verantwortlichen einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist. Freiheiten und Rechte anderer Personen dürfen hierdurch nicht beeinträchtigt werden.

Das Recht auf Datenübertragbarkeit gilt nicht für eine Verarbeitung personenbezogener Daten, die für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde.

7.7 Widerspruchsrecht

Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling.

Der Verantwortliche verarbeitet die Sie betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, er kann zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

Werden die Sie betreffenden personenbezogenen Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, haben Sie das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht.

Widersprechen Sie der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so werden die Sie betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeitet.

Sie haben die Möglichkeit, im Zusammenhang mit der Nutzung von Diensten der Informationsgesellschaft – ungeachtet der Richtlinie 2002/58/EG – Ihr Widerspruchsrecht mittels automatisierter Verfahren auszuüben, bei denen technische Spezifikationen verwendet werden.

7.8 Recht auf Widerruf der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung

Sie haben das Recht, Ihre datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt.

7.9 Automatisierte Entscheidung im Einzelfall einschließlich Profiling

Sie haben das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die ihr gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Dies gilt nicht, wenn die Entscheidung

a. für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen Ihnen und dem Verantwortlichen erforderlich ist,

b. aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen der Verantwortliche unterliegt, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung Ihrer Rechte und Freiheiten sowie Ihrer berechtigten Interessen enthalten oder

c. mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung erfolgt.

Allerdings dürfen diese Entscheidungen nicht auf besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO beruhen, sofern nicht Art. 9 Abs. 2 lit. a oder g gilt und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Rechte und Freiheiten sowie Ihrer berechtigten Interessen getroffen wurden.

Hinsichtlich der in a. und c. genannten Fälle trifft der Verantwortliche angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie Ihre berechtigten Interessen zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person seitens des Verantwortlichen, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.

7.10 Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde

Unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs steht Ihnen das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt.

Die Aufsichtsbehörde, bei der die Beschwerde eingereicht wurde, unterrichtet den Beschwerdeführer über den Stand und die Ergebnisse der Beschwerde einschließlich der Möglichkeit eines gerichtlichen Rechtsbehelfs nach Art. 78 DSGVO.

8. Weitergabe der Daten an Dritte

Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht.

Wir geben Ihre persönlichen Daten nur an Dritte weiter, wenn:

  • Sie Ihre nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO ausdrückliche Einwilligung dazu erteilt haben,
  • die Weitergabe nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist und kein Grund zur Annahme besteht, dass Sie ein überwiegendes schutzwürdiges Interesse an der Nichtweitergabe Ihrer Daten haben,
  • für den Fall, dass für die Weitergabe nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO eine gesetzliche Verpflichtung besteht, sowie
  • dies gesetzlich zulässig und nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO für die Abwicklung von Vertragsverhältnissen mit Ihnen erforderlich ist.

9. Rechtsgrundlage der Verarbeitung

Soweit wir für Verarbeitungsvorgänge personenbezogener Daten eine Einwilligung der betroffenen Person einholen, dient Artikel 6 Absatz 1 lit. a EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als Rechtsgrundlage.

Bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die zur Erfüllung eines Vertrages, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, erforderlich sind, dient Artikel 6 Absatz 1 lit. b DSGVO als Rechtsgrundlage. Dies gilt auch für Verarbeitungsvorgänge, die zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich sind.

Soweit eine Verarbeitung personenbezogener Daten zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist, denen unser Unternehmen unterliegt, dient Artikel 6 Absatz 1 lit. c DSGVO als Rechtsgrundlage.

Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Artikel 6 Absatz 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.

Ist die Verarbeitung zur Wahrung eines berechtigten Interesses unseres Unternehmens oder eines Dritten erforderlich und überwiegen die Interessen, Grundrechte und Grundfreiheiten des Betroffenen das erstgenannte Interesse nicht, so dient Artikel 6 Absatz 1 lit. f DSGVO als Rechtsgrundlage für die Verarbeitung. Das berechtige Interesse unseres Unternehmens liegt in der Durchführung unserer Geschäftstätigkeit.

10. Google Fonts

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11. YouTube

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